Warum der Trend zu Teiltransplantationen?
Warum die gesamte Hornhaut ersetzen, wenn nur eine Schicht erkrankt ist? Zwei Jahrzehnte Forschung haben die Frage entschieden: Werden nur die betroffenen Schichten transplantiert, sinkt das Abstoßungsrisiko deutlich, und in geeigneten Fällen sind die Sehergebnisse besser als bei einer durchgreifenden Transplantation.
DALK, Tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik
Bei der DALK werden die erkrankten vorderen Hornhautschichten entfernt, während Ihr eigenes gesundes Endothel an Ort und Stelle bleibt. Genau das ist der große Vorteil: Weil Sie Ihr ursprüngliches Endothel behalten, liegt das Risiko einer endothelialen Abstoßung praktisch bei null. Die DALK eignet sich bei Keratokonus und bei Narben, die auf die vorderen Hornhautschichten beschränkt sind.
DMEK und DSAEK, Endotheliale Keratoplastik
Hier ersetzt der Chirurg ausschließlich die hauchdünne Endothelschicht und lässt den Rest der Hornhaut unangetastet. Die Sehergebnisse sind ausgezeichnet, und die Erholung verläuft deutlich schneller. Die DMEK liefert ein schärferes Sehen als die DSAEK, verlangt dem Operateur aber ein höheres Maß an chirurgischer Erfahrung ab.
Die drei Verfahren im Vergleich
Kurz zusammengefasst: PKP bei tiefen, alle Schichten durchziehenden Narben; DALK bei Keratokonus und vorderen Narben mit noch gesundem Endothel; DMEK oder DSAEK bei Fuchs-Dystrophie und isolierten Endothelschäden.
Welcher Transplantationstyp der richtige ist, wird nach einer gründlichen Untersuchung Ihres Falls entschieden. Wenden Sie sich für eine fachärztliche Einschätzung an die Klinik von Dr. Ahmed Shaarawy.
Quellen und Referenzen
Fachliche und peer-reviewte Quellen, die für die medizinische Prüfung dieses Artikels herangezogen wurden:
- DMEK versus DSAEK for corneal endothelial failureStuart et al., 2018 · Cochrane Database Syst Rev
- Systematic Review and Meta-Analysis of Clinical Outcomes of DMEK versus DSEKSingh et al., 2017 · Cornea
- Deep anterior lamellar keratoplasty versus penetrating keratoplasty for treating keratoconusKeane et al., 2014 · Cochrane Database Syst Rev





