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Keratokonus1. August 20214 Min. Lesezeit

Keratokonus: Ursachen, Symptome und Diagnose

Keratokonus: Ursachen, Symptome und Diagnose
AS
Dr. Ahmed Shaarawy
Dozent für Augenheilkunde · Fellow am Devers Eye Institute · AAO-Publikationen
Medizinisch geprüft von Dr. Ahmed Shaarawy · Zuletzt geprüft 19. Juli 2026
Über den Arzt →

Haben Sie schon einmal vom Keratokonus gehört? Und falls ja — wissen Sie, wodurch er entsteht, wie er sich anfühlt und wie er behandelt wird? Dieser Artikel geht all das und mehr Schritt für Schritt durch.

Was ist ein Keratokonus?

Bevor wir den Keratokonus definieren, hilft es zu wissen, was die Hornhaut eigentlich ist.

Die Hornhaut ist das klare, kuppelförmige Gewebe an der Vorderseite des Auges — fünf Schichten, getrennt durch zwei Membranen. Ihre Aufgabe ist es, das Licht zu brechen, bevor es ins Auge eintritt. Sie enthält keinerlei Blutgefäße und bezieht ihren Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, da sie an der äußersten Oberfläche des Auges liegt.

Der Keratokonus ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der die feinen Kollagenfasern, die der Hornhaut ihre Form geben, allmählich schwächer werden. Die Hornhaut kann ihre normale Krümmung nicht mehr halten. Sie wölbt sich stattdessen nach vorn und nimmt ein kegelförmiges Profil an.

Das Bild unten zeigt den Unterschied zwischen einer normalen und einer keratokonischen Hornhaut.

💙 Ein Hinweis vom Team von Dr. Ahmed Shaarawy

Wir möchten Patienten, die über eine Hornhauttransplantation nachdenken, Mut machen. Deshalb teilen wir hier die echte Geschichte einer Patientin, die genau den Weg gegangen ist, den Sie heute erwägen. Sie sollen wissen: Es gibt eine Lösung — und der Eingriff ist dank der modernen Techniken von Dr. Ahmed Shaarawy längst nicht mehr so schwierig wie früher.

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Wann treten die Symptome des Keratokonus auf?

Am häufigsten in den späten Teenagerjahren. Von dort aus schreitet die Erkrankung meist über die folgenden 10 bis 20 Jahre fort, vor allem in Form einer abnehmenden Sehschärfe. Seltener zeigt sie sich schon in der frühen Kindheit — oder erst zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Symptome des Keratokonus

Der Keratokonus verändert das Sehen auf zwei wesentliche Arten.

Erstens: Während sich die Hornhaut von einer glatten Kuppel zu einem Kegel verformt, wird ihre Oberfläche unregelmäßig — Ärzte sprechen von einem irregulären Astigmatismus.

Zweitens: Je steiler sich die Hornhaut wölbt, desto kurzsichtiger wird das Auge. Entfernte Objekte verschwimmen, während nahe Objekte vergleichsweise scharf bleiben können.

Hinzu kommen weitere Symptome, etwa:

  • Allmählicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen, oft in den späten Teenagerjahren.
  • Doppeltsehen auf einem Auge, selbst mit Brille.
  • Lichthöfe um helle Lichtquellen.
  • Lichtempfindlichkeit, die das Autofahren bei Nacht erschwert.
  • Sichtbare Narbenbildung, Schwellung oder Rötung des Auges.
  • Plötzliche Sehveränderungen auf einem oder beiden Augen.

Allerdings überschneiden sich diese Symptome mit vielen anderen Augenerkrankungen — nur eine persönliche Untersuchung führt zu einer verlässlichen Diagnose.

Warum sich Patienten mit Keratokonus in Ägypten für Dr. Ahmed Shaarawy entscheiden

Dr. Ahmed Shaarawy ist Dozent und Consultant für Hornhaut- und refraktive Chirurgie am Research Institute of Ophthalmology. Er absolvierte seine Promotion und ein Hornhaut-Fellowship am Devers Eye Institute in Oregon, USA, wo er bei führenden amerikanischen Hornhautchirurgen ausgebildet wurde, und war der erste Chirurg in Ägypten, der eine posteriore lamelläre Hornhauttransplantation mit der S-Stamp-Technik durchführte.

Seither hat er zahlreiche Augenärzte in diesem Verfahren geschult und seine Arbeit auf Kongressen in den USA und der arabischen Welt vorgestellt. Diese Bilanz, verbunden mit dem Einsatz der jeweils aktuellsten Hornhauttechniken, hat ihn zu einer führenden Stimme der ägyptischen Augenheilkunde gemacht.

Was verursacht einen Keratokonus?

Ehrlich gesagt: Ganz genau weiß das bis heute niemand. Forscher gehen davon aus, dass manche Patienten schlicht mit einer Veranlagung geboren werden.

Mehrere Faktoren gelten als beteiligt:

Familiäre Vorbelastung: Hat ein Verwandter einen Keratokonus, ist Ihr eigenes Risiko erhöht. Sind Sie selbst betroffen, sollten Ihre Kinder etwa ab dem 10. Lebensjahr regelmäßig augenärztlich untersucht werden.
Alter: Die Erkrankung beginnt typischerweise im Teenageralter, kann aber auch in der Kindheit auftreten oder erst mit über 30 diagnostiziert werden — seltener, aber es kommt vor.
Bestimmte Allgemeinerkrankungen: Studien haben den Keratokonus mit dem Down-Syndrom, dem Ehlers-Danlos-Syndrom, der Osteogenesis imperfecta und der Retinitis pigmentosa in Verbindung gebracht.
Entzündungen: Chronische Entzündungen durch Allergien, Asthma oder Augenerkrankungen können das Hornhautgewebe schwächen.
Augenreiben: Anhaltendes, kräftiges Reiben schwächt das Kollagen der Hornhaut und kann das Fortschreiten bei bereits Erkrankten beschleunigen.
Herkunft: Eine Studie mit mehr als 16.000 Patienten zeigte, dass der Keratokonus im Nahen Osten und in den arabischen Ländern häufiger vorkommt als in vielen anderen Regionen.

Behandlungsmöglichkeiten beim Keratokonus

Die Behandlung richtet sich danach, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche Beschwerden sie verursacht:

  • Speziell angepasste Brillen mit stärkeren Gläsern für leichte Fälle.
  • Gezielte Verfahren wie die Hornhautvernetzung (Cross-Linking, CXL) und die Hornhauttransplantation.
  • Intrakorneale Ringsegmente (ICRS), die in die Hornhaut eingesetzt werden, um den Kegel abzuflachen und das Sehen zu verbessern.
  • Antiallergische oder entzündungshemmende Medikamente gegen den Juckreiz, wenn begleitende Allergien bestehen.

Welche Option zu Ihrem Fall passt, entscheidet Ihr behandelnder Augenarzt. Wenn Ihnen eines der genannten Symptome bekannt vorkommt, vereinbaren Sie möglichst bald einen Untersuchungstermin.

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