Was sieht ein Mensch mit Keratokonus eigentlich?

Der Keratokonus betrifft die Hornhaut — das klare Fenster an der Vorderseite des Auges. Statt ihre normale Kuppelform zu halten, wird die Hornhaut allmählich dünner und wölbt sich kegelförmig nach vorn. Diese Formveränderung ist es, die das Sehen verzerrt — oft so, dass eine neue Brille allein nicht mehr Schritt halten kann.
Symptome des Keratokonus
Wie fühlt sich das im Alltag eigentlich an? Die meisten Patienten bemerken eine Kombination der folgenden Beschwerden:
- Allmählich nachlassendes Sehvermögen
- Zunehmende Lichtempfindlichkeit
- Lichthöfe (Halos) um Lichtquellen
- Häufige Änderungen der Brillenstärke
- Schwierigkeiten beim Sehen bei Nacht
Ursachen des Keratokonus
Die ehrliche Antwort: Warum ein Keratokonus entsteht, wissen wir bis heute nicht genau. Eine erbliche Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen, und auch Umweltfaktoren können beitragen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die richtige Behandlung hängt davon ab, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
1. Frühe Stadien
Wird der Keratokonus früh erkannt, lässt er sich meist korrigieren mit:
- Einer Brille
- Weichen Kontaktlinsen
2. Fortgeschrittene Stadien
Wölbt sich die Hornhaut weiter vor, kommen infrage:
- Formstabile, gasdurchlässige Kontaktlinsen (RGP)
- Hornhautvernetzung (Cross-Linking, CXL)
- Intrakorneale Ringsegmente (ICRS)
- Hornhauttransplantation in schweren Fällen
Wichtige Tipps
Einige Gewohnheiten helfen wirklich, die Augen zu schützen und das Fortschreiten des Keratokonus zu verlangsamen:
- Reiben Sie sich nicht die Augen
- Gehen Sie regelmäßig zur Augenuntersuchung
- Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
Ein letzter Punkt: Wenn Ihnen eines der genannten Symptome bekannt vorkommt, suchen Sie einen Hornhautspezialisten auf. In unserer Klinik in Kairo sind es fast immer die Patienten mit dem besten Verlauf, die früh zu einer gründlichen Diagnostik und Behandlungsplanung gekommen sind.
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