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Keratokonus19. September 20214 Min. Lesezeit

Implantation von Hornhautringen (ICRS): Wann und wie sie erfolgt

Implantation von Hornhautringen (ICRS): Wann und wie sie erfolgt
AS
Dr. Ahmed Shaarawy
Dozent für Augenheilkunde · Fellow am Devers Eye Institute · AAO-Publikationen
Medizinisch geprüft von Dr. Ahmed Shaarawy · Zuletzt geprüft 24. Juni 2026
Über den Arzt →

Beeinträchtigt der Keratokonus Ihre Lebensqualität? Vermutlich haben Sie schon von mehreren Behandlungswegen gehört – Hornhauttransplantation, Cross-Linking der Hornhaut (CXL) und intrakorneale Ringsegmente (ICRS). Was genau sind also Hornhautringe? Wann werden sie eingesetzt? Und eignen sie sich für jeden Keratokonus-Patienten? Dieser Artikel beantwortet all diese Fragen und soll Ihr Nachschlagewerk für alles Wissenswerte rund um ICRS sein.

Was sind Hornhautringe (ICRS)?

Intrakorneale Ringsegmente (ICRS) sind eine chirurgische Option zur Behandlung des Keratokonus. Der Chirurg setzt kleine, flexible Kunststoffringe in die mittlere Hornhautschicht (das Stroma) ein. Die Ringe formen die Hornhautoberfläche neu und korrigieren die Unregelmäßigkeiten, die der Keratokonus verursacht. Viele Patienten können danach klar sehen, ohne auf formstabile, gasdurchlässige Kontaktlinsen angewiesen zu sein – Linsen, die oft erhebliche Beschwerden bereiten.

💙 Eine Anmerkung vom Team von Dr. Ahmed Shaarawy

Um Patienten, die über eine Hornhauttransplantation nachdenken, Mut zu machen, zeigen wir hier die echte Geschichte einer Patientin, die denselben Weg gegangen ist, den Sie heute in Erwägung ziehen. Wir teilen sie, damit Sie wissen: Es gibt eine Lösung – und der Eingriff ist dank der modernen Techniken, die Dr. Ahmed Shaarawy einsetzt, längst nicht mehr so belastend wie früher.

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Wann empfiehlt der Chirurg ICRS?

Eine ICRS-Implantation kommt in der Regel für Keratokonus-Patienten infrage, deren Sehvermögen sich mit Brille oder formstabilen Kontaktlinsen nicht mehr korrigieren lässt – und zwar bevor der Schritt zur Hornhauttransplantation erfolgt, ob teilweise oder durchgreifend.

Eignen sich Hornhautringe für jeden Keratokonus-Patienten?

Nein. ICRS sind nicht für jeden Keratokonus-Patienten geeignet. In ungeeigneten Fällen implantierte Ringe können schlechte Ergebnisse liefern – deshalb muss die Entscheidung sorgfältig von einem Hornhautchirurgen mit Keratokonus-Erfahrung getroffen werden.

Voruntersuchungen vor einer ICRS-Implantation

Bevor über ICRS entschieden wird, sind einige Untersuchungen nötig, um zu bestätigen, dass Ihr Fall gut geeignet ist:
1. Hornhauttopographie (Pentacam) zur Vermessung der Krümmung und der Hornhautdicke.

2. Vermessung der inneren Augenstrukturen.

3. Eine vollständige Augenuntersuchung einschließlich Refraktionsbestimmung.

Wie die ICRS-Operation abläuft

Die genauen Details variieren von Fall zu Fall, aber bei den meisten Patienten läuft der Eingriff so ab:

  • Die meisten Patienten bleiben wach und entspannt. Sie erhalten gegebenenfalls ein leichtes Beruhigungsmittel, und der Chirurg verwendet betäubende Augentropfen – manchmal ergänzt durch eine kleine Injektion neben dem Auge –, sodass Sie während des Eingriffs nichts spüren. Eine Vollnarkose ist selten nötig; falls doch, schlafen Sie während der Operation und erinnern sich nicht daran.
  • Der Chirurg setzt mit einem Femtosekundenlaser kleine Öffnungen am äußeren Rand der Hornhaut.
  • Mit demselben Femtosekundenlaser werden anschließend präzise Kanäle unter den vorderen Hornhautschichten geformt.
  • Die Ringsegmente werden in diese Kanäle eingesetzt.
  • Die Öffnung wird mit sehr feinen Fäden verschlossen.
  • Die flexiblen Kunststoffringe flachen die Hornhaut ab, formen sie neu und normalisieren ihre Krümmung.

Was Sie nach der ICRS-Operation erwartet

In der Regel können Sie noch am selben Tag nach Hause. Sorgen Sie aber dafür, dass Sie jemand fährt und danach bei Ihnen bleibt.

Vor der Entlassung erhalten Sie von Ihrem Chirurgen klare Anweisungen für die Zeit nach dem Eingriff: antibiotische Augentropfen zur Infektionsvorbeugung, bei Bedarf Schmerzmittel zum Einnehmen und eventuell eine Augenklappe für etwa einen Tag. Engmaschige Kontrollen sind wichtig – so kann der Chirurg die Heilung überwachen und sicherstellen, dass die Ringe gut einheilen.

Manche Patienten brauchen nach der ICRS-Implantation keine Brille mehr. Andere tragen weiterhin Brille oder Kontaktlinsen – in der Regel aber mit deutlich besserem Sehvermögen als vor der Operation.

Der richtige Spezialist für Hornhautchirurgie in Ägypten

Die Hornhaut ist ein empfindliches, hochspezialisiertes Gewebe – jeder Eingriff an ihr gehört in die Hände eines ausgewiesenen Hornhautspezialisten wie Dr. Ahmed Shaarawy, Dozent und Consultant für Hornhaut- und refraktive Chirurgie am Research Institute of Ophthalmology und wissenschaftlich publizierender refraktiver Chirurg (LASIK).

Er absolvierte eine Promotion und ein Hornhaut-Fellowship am Legacy Devers Eye Institute in Oregon, USA, und wurde dort von führenden amerikanischen Hornhautchirurgen ausgebildet. Er war der erste Chirurg in Ägypten, der eine DMEK mit der S-Stamp-Technik durchgeführt hat, hat andere Chirurgen in dem Verfahren mit ausgebildet und darüber auf Kongressen in den USA und der arabischen Region referiert. Mit einer langen Bilanz erfolgreicher Operationen und der konsequenten Anwendung der neuesten Hornhauttechniken gilt Dr. Shaarawy als einer der führenden Augenärzte Ägyptens.

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